Da gab es einen Vater, der war Theaterkritiker, Publizist, Überlebender und ’48 auch noch Verleger. Kunstverlag Agathon. License No. US.-E.218. Und mitten drin ein kleiner Sohn, mit dem der Vater unter trotziger Verkennung frühkindlicher Erlebniswelten Gespräche über Altdorfer, Giotto oder Michelangelo, über Benn, Döblin oder Stefan Zweig führte. Es kam, wie es kommen musste. Der Sohn wurde erst Indianerhäuptling, las schließlich Henry Miller und zierte sein Zimmer mit Warhols Suppendosen.
1974 dann der Wechsel. Mit elterlichem Einverständnis wurde aus dem Kunstverlag schließlich Agathon Design. Heute ist der Vater schon lange tot. Aber seine Sicht der Welt, sein manchmal unbeherrschtes Beharren auf einem urmenschlichen Wertekodex hat sich längst einen festen Platz in unserem Denken, Fühlen und Handeln erobert.